Steile Süd PV-Module im Winter
Warum steile Module im Winter zählen
Im Sommer liefert fast jede Ausrichtung mehr als genug. Entscheidend ist der Winter: kurze Tage, und man kauft Strom zu rund 30 Rp/kWh zu. Genau dann ist jede selbst produzierte Kilowattstunde am meisten wert.
Und genau dann spielen die steilen Süd-Flächen ihre Stärke aus. Pro installiertem kW fällt das Nordach im Winter am stärksten ab, während Balkon (90°) und die steilen Module (75°/90°) ihren Ertrag deutlich besser halten – im Dezember und Januar das Zwei- bis Dreifache eines flachen Nordachs, der 75°-Wert zeitweise sogar über dem Süddach.
Spezifischer Ertrag pro Monat, Okt–März, gemessen an der eigenen Anlage
Konkret über den Winter (Okt–März): Die drei steilen Süd-Flächen produzierten zusammen rund 790 kWh, davon wurden etwa 615 kWh direkt im Haus verbraucht (Eigenverbrauch im Winter 85–90 %). Ohne sie hätte ich diese Menge zum Netztarif nachkaufen müssen – gut 185 CHF.
Und das Beste: Diese steilen Module sind simple Steckmodule – je ein Hoymiles-Mikrowechselrichter mit zwei 460-Wp-Panels (920 Wp). Solche Plug-in-Anlagen kann praktisch jeder selbst montieren.
kWh/kWp = Ertrag je installiertem kW – so sind grosse Dächer und kleine Module fair vergleichbar.
Schnee-Hinweis: Die Module werden hier in rund 5 von 6 Schneelagen von Hand geräumt. Steile Flächen (75°/90°) werfen Schnee ohnehin meist selbst ab – ihre Werte sind kaum beeinflusst. Flache Flächen (Norddach 25°) würden ohne Räumung tageweise ausfallen; der reale Steil-Vorteil dürfte bei den meisten Anlagen also noch grösser sein.
Datenbasis: Dächer 2-Jahres-Schnitt (SolarManager), Module 1 Winter (Hoymiles, je 920 Wp), Balkon aus dem Kostal-DC-String.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen