95% Autarkie trotz Winter – meine Q1-Bilanz 2026
Der März ist durch, die Anlage speist seit Wochen täglich Überschuss ins Netz ein – Zeit für die erste Quartalsbilanz 2026. Januar bis März: drei sehr unterschiedliche Monate, die zeigen, wie stark die Solarproduktion im Winter noch schwankt.
Monatsproduktion im Überblick
| Monat | Produktion | Eigenverbrauch | Einspeisung | Batteriebezug | Netzbezug |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar 2026 | 392 kWh | 346 kWh | 48 kWh | 208 kWh | 86 kWh |
| Februar 2026 | 554 kWh | 483 kWh | 84 kWh | 207 kWh | 85 kWh |
| März 2026 | 1'113 kWh | 725 kWh | 401 kWh | 234 kWh | 7 kWh |
| Total Q1 | 2'060 kWh | 1'554 kWh | 532 kWh | 649 kWh | 178 kWh |
Januar und Februar: Netz als Lückenbüsser
Im Januar produzierte die Anlage 392 kWh – knapp 13 kWh pro Tag. Der Netzbezug von 86 kWh fiel vor allem bei mehreren aufeinanderfolgenden schlechten Wetterperioden an. Oder ich habe – wie am 9. Januar – die Batterie bewusst im Niedertarif geladen, um den Strom tagsüber selbst zu verbrauchen. Ob das unter dem Strich lohnt, ist eine andere Diskussion.
Februar war ähnlich: 554 kWh Produktion, immer noch 85 kWh Netzbezug. In der zweiten Februarhälfte gab es vereinzelt gute Sonnentage – erkennbar an den hohen Ausschlägen im SolarManager. Trotzdem reichte es nicht für vollständige Winterautarkie.
Februar 2026: Die roten Balken zeigen Tage mit Netzbezug – meist bei mehrtägiger Schlechtwetterperiode.
März: Der Frühling kommt mit Schwung
März ist der Beweis, warum sich Speicher und Überschussmanagement lohnen, zumindest fürs Gemüt: 1'113 kWh Produktion, nur noch 7 kWh Netzbezug. Die Einspeisung von 401 kWh zeigt gleichzeitig: Der Speicher war tagsüber schnell voll, der Überschuss floss ins Netz.
Diese 401 kWh Einspeisung brachten beim Q1-Vergütungstarif von 11,77 Rp/kWh (10,27 Rp Referenzmarktpreis + 1,5 Rp HKN) rund CHF 47.– – deutlich mehr als eine einfache Grundvergütung, aber das ändert sich in Q2 und Q3 bestimmt. Eigenverbrauch hat also immer Priorität.
Geräte-Autarkie: Was läuft womit?
Kosten und Erlöse Q1
Die fixen Netzkosten von CHF 48.– pro Quartal fallen unabhängig vom Verbrauch an – selbst wenn ich im Sommer null kWh beziehe. Mit CHF 63.– Einspeiseerlösen (10,27 Rp Referenzmarktpreis + 1,5 Rp HKN) ergibt sich ein Netto-Stromaufwand von rund CHF 45.– für Q1.
Der vergessene Energieträger: Pelletofen
Strom ist nicht der einzige Energieträger im Haus. Im Winter übernimmt der Pelletofen einen erheblichen Teil der Raumheizung – und die Zahlen zeigen, wie stark der Verbrauch pro Monat abnimmt, natürlich Spielt das Wetter hier auch mitrein:
55 Sack à 15 kg = 825 kg Pellets im Quartal. Mit einem Heizwert von ca. 4,9 kWh/kg und einem Wirkungsgrad von ~85% entspricht das rund 3'435 kWh Nutzwärme. Hinzu kommt die Wärme aus den beiden Luft-Luft-Wärmepumpen EG und OG: 126 bzw. 103 kWh Strom bei einem winterlichen COP von ~2,25 ergeben nochmals rund 516 kWh Wärme. Einzelne elektrische Radiatoren steuerten schätzungsweise weitere ~78 kWh Direktwärme bei.
Bei einem Preis von CHF 6.– pro Sack kostete das Heizen im Q1 rund CHF 330.– allein für Pellets. Die WP-Heizkosten fallen kaum ins Gewicht, da WP EG und OG zu 99% mit Solar oder Batterie gedeckt waren. Die gesamten Heizkosten Q1 belaufen sich damit auf ca. CHF 330.–.
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