PV-Ertrag im Winter: Warum meine 1.6 kWp Fassade die Nordanlage schlägt (Praxis-Check)

Datum: 18. Januar 2026

Der Januar in der Schweiz ist für PV-Besitzer oft eine Geduldsprobe. Doch heute zeigt sich eindrücklich, dass die reine kWp-Zahl auf dem Papier im Winter zweitrangig ist. Es kommt darauf an, wo die Module hängen.

Die nackten Zahlen von heute Mittag

Trotz meiner grossen 18 kWp Gesamtanlage (inkl. 6.2 kWp Nordanlage) kommt der Löwenanteil des Stroms aktuell von den "Spezialisten":

  • Aktuelle Solarleistung: ca. 4.5 kW

  • Ladestand Batterien: 69% (bei 21,5 kWh Gesamtkapazität)

  • Autarkiegrad 2026 bisher: Beeindruckende 84.5%

Fassade vs. Flachdach/Nord

Das spannendste Learning von heute: Meine 4 Fassadenmodule (2x 90°, 2x 75°) leisten bei der tiefstehenden Januarsonne massive Vorarbeit. Während die 6.2 kWp Nordanlage nur einen Bruchteil liefert, liefern die steilen Fassadenmodule und die Balkonmodule zuverlässig ab.

Fakt: Die Nord ausgerichteten Module haben gegen die steilen Fassadenwinkel aktuell keine Chance. Bei Bewölkung sehe das wieder anders aus



Das Zusammenspiel der Komponenten

Ein Blick in meinen Solarmanager zeigt, wie die verschiedenen Wechselrichter (Kostal, SolarEdge, Sofar, Hoymiles) Hand in Hand arbeiten. Da das Elektroauto aktuell nicht zu Hause geladen wird, wandert fast jeder überschüssige Sonnenstrahl direkt in meine beiden Akkus. Seit gestern sind die Split Klimas so eingerichtet, dass sie bei Überschuss automatisch anfangen zu Heizen. 



Mein Fazit für heute: Wer im Winter autark sein will, muss steil planen! Mit über 83% Autarkie für das bisherige Jahr 2026 bin ich mehr als zufrieden. Die Investition in die Fassadenmodule hat sich für die Wintermonate absolut gelohnt. 




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